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Brigitte Federi

34 Blogposts
Brigitte Federi
Brigittes Herz schlug schon früh für ein Leben in der Stadt. Die Poster in ihrem Kinderzimmer zeigten Brooklyn Bridge und Big Ben, leider fand Brigitte später weder in New York noch in London einen See mit Bergsicht. Doch das Gute liegt bekanntlich nah, und so lebt sie heute mit ihrer Familie in Zürich, «der besten Stadt der Welt».


Ich, die Mittelfeldspielerin

Von Brigitte Federi 26. Juni 2014 Keine Kommentare

Dank einer Umfrage der Sozialforschungsstelle der Universität Zürich habe ich vor kurzem erfahren, dass die Bevölkerungszusammensetzung von Alt-Wiedikon, dem Quartier, in dem ich lebe, derjenigen der ganzen Stadt ähnelt. Interessant, ich hatte mir diesbezüglich noch nie Gedanken gemacht. Ich wusste nur, dass ich mich im Kreis 3 schon immer sehr wohl gefühlt hatte, und dass mir mein Quartier das bietet, was ich mir für ein Familienleben in der Stadt wünsche. 

Nach dem Unggle zum Kaiserschnitt

Von Brigitte Federi 13. Juni 2014 5 Kommentare

Ich mag keine Sätze, die mit «Früher war alles…» beginnen. Nichtsdestotrotz: Früher war alles einfacher. Es gab Metzgereien, Bäckereien, Schneidereien, Wäschereien und viele andere «-ereien» mehr, und bei jeder wussten wir, für was sie da war. 

Es regnet Panini-Bilder

Von Brigitte Federi 28. Mai 2014 Keine Kommentare

Sammeln erwachsene Zürcherinnen und Zürcher heute noch Panini-Bilder? Oder haben sie inzwischen zu der nicht-kommerziellen und kunstvollen Alternative Tschuttiheftli gewechselt? Das Sammeln vor einigen Jahren gleich ganz aufgegeben? Ich selbst habe eine mehrjährige Panini-Pause hinter mir, bin an dieser WM dank dem Nachwuchs aber wieder voll dabei. 

Stress wegen mangelnder Dichte

Von Brigitte Federi 15. Mai 2014 1 Kommentar

Die Frühlingsferien habe ich mit meiner Familie in den jurassischen Freibergen verbracht. Es ist eine meiner liebsten Gegenden unseres Landes, vielleicht gerade, weil ich mich dort oft gar nicht in der Schweiz wähne. Eine Hochebene mit grossen Weiden und dunkeln Wäldern, abgelegene, weiss getünchte Höfe, von Efeu umrankte Auberges – erst den vielen «à vendre»-Schildern an den alten Häusern gelingt es jeweils, mich aus meiner romantischen Verklärung zurück in die wirtschaftliche Realität des Kantons zu holen. 

Falten- und schlierenfreier Frühling

Von Brigitte Federi 24. April 2014 Keine Kommentare

«Es ist kompliziert» wäre der Status, um meine Beziehung zu Kosmetikerinnen zu beschreiben. Den Grundstein dazu legte eine Dame, die mir bei meiner ersten kosmetischen Behandlung eine Antifalten-Crème einrieb und erklärte: «Man kann nie früh genug damit beginnen.» Den Gutschein für die Behandlung hatte ich wenige Tage zuvor zu meinem 18. Geburtstag erhalten. 

Eltern: Zum Abschuss freigegeben?

Von Brigitte Federi 9. April 2014 Keine Kommentare

Dass das Aufwachsen in der Stadt keine Nachteile mit sich bringen muss, habe ich in einem meiner ersten Blogposts bereits beschrieben. Und an dieser Meinung werden auch negative Meldungen von Seiten der Gesellschaft und der Medien nicht so schnell etwas ändern. Vor einigen Wochen stand beispielsweise in einer Zürcher Tageszeitung, dass heute in Zürich nicht einmal mehr eines von zehn Kindern alleine zur Schule ginge. Schuld daran seien die Eltern, die ihre Kinder überbehüten und sie aus Angst vor dem Verkehr in die Schule fahren oder zumindest begleiten würden. 

Zwischenstopp: Anonymität

Von Brigitte Federi 27. März 2014 Keine Kommentare

Anders als bei Florina gibt es bei mir keinen bestimmten Moment, der in mir ein Gefühl des Ankommens in Zürich ausgelöst hat. Es war vielmehr so, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt in meinem Leben merkte, dass Zürich der Ort sein könnte, an dem ich würde ankommen wollen. 

Lieber Winter, es war nicht so gemeint

Von Brigitte Federi 13. Februar 2014 Keine Kommentare

Wenn es in einer Beziehung kriselt, rät man den Betroffenen oft, sie sollen sich für eine Weile rar machen – und seien so schon bald wieder interessant für ihren Partner. Ich hielt bislang nicht viel von dieser Taktik, muss jetzt aber zugeben, dass sie auch bei mir funktioniert. Seit einigen Tagen vermisse ich ihn nämlich ganz gehörig: Den Schnee, der sich in Zürich in diesem Winter nicht zeigen will. 

Der Schwarm ist nicht immer intelligent

Von Brigitte Federi 30. Januar 2014 2 Kommentare

Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu Online-Bewertungsportalen für Zürcher Restaurants. Zwar nutze sie immer mal wieder, vor allem dann, wenn ich nach einer Essensmöglichkeit suche in einem Quartier, das ich nicht gut kenne. Meine Erfahrungen sind aber meist durchschnittlich, ab und zu gut und auch mal schlecht. Schlecht dann, wenn die Bewertungen in mir Erwartungen schürten, die nicht erfüllt wurden. Wobei ja gerade auch Essen Geschmackssache ist, und wie soll denn ich wissen, wessen Geschmack dem meinen entspricht? 

Mein Trostpflaster für Vorsatzbrecher

Von Brigitte Federi 15. Januar 2014 Keine Kommentare

Und, wie läuft es mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr? Nach gut zwei Wochen darf man ja doch eine erste Zwischenbilanz ziehen. Seid Ihr noch regelmässig am Joggen? Nehmt Euch genug Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben? Lasst am Morgen beim Beck das Gipfeli beiseite und kauft Euch ein Vollkornbrötli? 

Augenblick, verweile doch! Ich muss Dich fotografieren.

Von Brigitte Federi 13. Dezember 2013 1 Kommentar

Auf meinem Handy befinden sich 1082 Fotos. Fast alle habe ich selbst gemacht; in einem Zeitraum von fünf Jahren. Was bedeutet, dass ich durchschnittlich 1.7 Bilder im Tag schiesse. Die Bilder sind keine fotografischen Meisterwerke, sie stellen für mich vielmehr eine Art von visuellem Tagebuch dar. Menschen, Landschaften, Essen, Sprüche, schräge Situationen – ich blättere regelmässig in diesem Tagebuch. 

Bitte nicht stören, ich fahre Tram

Von Brigitte Federi 27. November 2013 Keine Kommentare

Grafik ZVVWir Stadtzürcher wissen: Erlaubt ist, was nicht stört. Wir wissen aber auch, dass es in Zürich so gut wie nichts gibt, das niemanden stört. In den Wintermonaten zeigt sich das in Tram und Bus besonders gut. Das Wetter lässt viele von uns auf die ÖV umsteigen und gerade zu Stosszeiten kommen wir uns so auf engem Raum noch näher, als uns sowieso schon lieb ist. Es braucht nicht mehr viel, bis wir uns übereinander ärgern. Ich habe mich ein wenig umgehört und zusammengetragen, was Zürcher ÖV-Benutzer nervt an ihren Mitfahrern. 

Wieso nicht einfach mal erwachsen werden?

Von Brigitte Federi 13. November 2013 2 Kommentare

Natürlich sollte ich darüber stehen, aber jedesmal, wenn ich Aussagen wie «40 ist die neue 30» höre oder lese, ärgere ich mich ein kleines bisschen. In diesem Jahr ist das schon so oft passiert, dass sich in mir eine beachtliche Menge Ärger angesammelt hat und ich diesen nun loswerden möchte. Und ein Blogpost eignet sich meiner Meinung nach bestens dazu. 

Hipster wider Willen

Von Brigitte Federi 30. Oktober 2013 8 Kommentare

Für diesen Blogbeitrag habe ich mich in Zürich auf die Suche nach Hipstern gemacht. Eigentlich keine schwere Aufgabe, bewege ich mich doch beruflich in der Welt der kreativen Agenturen, in denen es Hipster gibt wie Sand am Meer. Fündig wurde ich allerdings nicht, einzig ein ehemaliger Arbeitskollege hat sich mir gegenüber als zumindest «selektiv hipsteresk» geoutet. Erste Erkenntnis: Keiner will ein Hipster sein.