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Martina Bischof

10 Blogposts
Martina Bischoff, Bloggerin für Karl der Grosse
«Als selbständige Architektin arbeite ich in Zürich und Liechtenstein.
Ich mag die Aussage Edouard Neuenschwanders auf die Frage hin, was er jungen Architektinnen und Architekten rate – er meinte, man solle sich weder nach links noch nach rechts orientieren, sondern nur zurück und nach vorne.»

Die Scheibenwischer des Citroën-Fans liegen bis heute in Zollikon

Von Martina Bischof 30. April 2014 1 Kommentar

Neulich hatte ich Besuch von einer Person ohne ausgesprochene Liebe zu teuren Chläpfen.

Er kam über die Forch aus dem Zürcher Oberland, wo er samstags spontan einen Geschäftspartner besuchte. Als er bei mir anreiste, zeigte er mir sein graues Auto und im Speziellen wies er darauf hin, dass seiner Citroën beide Scheibenwischer fehlten.  

Meine Viertelstunde in der Fraumünsterkirche

Von Martina Bischof 11. März 2014 Keine Kommentare

Letzten Mittwochmorgen sass ich um 7.45 Uhr, parat für den Tag, im südlichen Kirchenschiff in der elften Reihe der Fraumünsterkirche und lauschte dem Grusswort von Pfarrer Niklaus Peter.  

Meine zwei Pässe

Von Martina Bischof 12. Februar 2014 Keine Kommentare

Ich kann mir heute nicht gut vorstellen, meinen ursprünglich geplanten Text zu veröffentlichen, und vermutlich bin ich nicht die einzige gewesen – ich mit meinen zwei Pässen – die am Montagmorgen mit einem mulmigen Gefühl im Bauch in Zürichs Hauptbahnhof aus dem Zug stieg und sogleich auf «wachsam» stellte, um mit einer Mischung aus Betroffenheit und Neugier zu versuchen, die Stimmung am Ausländerumschlagplatz «HB Zürich» zu detektieren.  

Religion oder die Frage nach dem richtigen Weg

Von Martina Bischof 17. Januar 2014 Keine Kommentare

Ich begegnete dieser Tage über Mittag auf der Langstrasse einer jungen Frau und einem jungen Mann. Bereits ein gutes Stück bevor sich unsere Wege vor Fredis Schirm-Shop kreuzen sollten, fiel mir das Paar in die Augen. Vor allem die junge Frau. Wenn ich mich zurückerinnere, war es vermutlich ihre aussergewöhnliche Ausstrahlung, welche mich bereits in jenem kurzen Moment vor unserer Begegnung motivierte, mich auf ein Gespräch einzulassen. Ich ahnte, dass es zwei mögliche Anlässe für eine Kontaktaufnahme gab: Religion oder die Frage nach dem richtigen Weg.  

Ein in meiner Biografie integrierter Spaziergang durch Zürich

Von Martina Bischof 18. Dezember 2013 Keine Kommentare

In den letzten paar Wochen habe ich mich mit meiner Biografie beschäftigt. Derart intensiv, dass es mir heute Nachmittag zuviel wurde. In der Hoffnung, das Durcheinander an Ideen, Reflexionen, Sackgassen, Visionen, Lichtblicken, Zweifeln und Motivationsmomenten sortiert zu bekommen, oder zumindest beruhigt heimzukehren, machte ich mich auf den Weg und spazierte durch die Stadt. 

Zürich vom Skilift aus betrachtet

Von Martina Bischof 4. Dezember 2013 Keine Kommentare

Wenn man sich als Stadtbewohnerin mit einer weiteren Person hoch oben auf einem Skilift auf irgendeinem Schweizer Berg befindet, hat man eventuell ein Gespräch über das Zürcher Stadtleben – um das vorab so zu nennen. Zu einem Skiliftgespräch nun also mein Gedanke. 

Liechtenstein – Zürich – Toskana

Von Martina Bischof 8. November 2013 Keine Kommentare

Kürzlich bereiste ich wieder einmal die Toskana.

Dazu später mein Gedanke. Ich lebe seit 13 Jahren, 2 Monaten und ca. 20 Tagen in Zürich. Aufgewachsen bin ich in Balzers, dem südlichsten Dorf Liechtensteins.

Liechtenstein war immer ein armes Land. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg, wie man weiss. Auch die Liechtensteiner Landesfürsten wollten bis Anfang des 20. Jahrhunderts nichts wissen von einem Dasein im Liechtensteinischen – im schönen absolutistischen Wien liess es sich allemal besser leben als auf dem Schlosshügel inmitten einiger lumpiger Bauerndörfer bestehend aus einfachsten Holzhäusern – um nicht zu sagen -hütten. 

Hallo Sprayer

Von Martina Bischof 11. Oktober 2013 Keine Kommentare

Vor kurzer Zeit habe ich einen Film gesehen, eine Art Selbstreportage Eurer Sprayergruppe. In den Genuss der Darbietung kam ich wie die Jungfrau zum Kind, versehentlich. An dieser Stelle soll auch gesagt sein, dass ich mich in der Sprayerszene kein bisschen auskenne. Nullkommanull. Ich mag Graffitis, habe mich aber nie wirklich mit Inhalten oder Techniken, Geschichte oder allenfalls gesellschaftspolitischen Hinter- oder Beweggründen befasst. Soviel zu meiner Annäherung. Ich wage es also, mir ein Bild zu machen.

Ich fand den Film fantastisch. Ich fand den Film befremdend. 

Was mir am Escher-Wyss-Platz alles fehlt – und was nicht

Von Martina Bischof 27. September 2013 3 Kommentare

Ein wenig empfinde ich den Escher Wyss Platz, unten rum, auch als Tor aus der Stadt hinaus. Oben drüber fahrend ist das eine ganz andere Geschichte. Bleiben wir beim Tor.

Ich amüsiere mich in der Regel täglich zwei Mal, wenn ich mit meinem scheppernden Rad in diesen Raum hineinmanövriere, unter der Brücke hindurch, konzentriert selbstverständlich, denn es ist eine gewisse Versiertheit vonnöten, um die kreuz und quer – quasi wild – im Asphalt eingelassenen Schienen orthogonal zum Fahrverlauf zu befahren und nicht zu verunfallen. Das geschickte Steuern macht Spass – mir jedenfalls. Meiner Ansicht nach darf es getrost seine improvisierte Ausstrahlung behalten, das herrlich unfertig wirkende Stück Escher-Wyss-Platz.