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Hoooooi! Oder: eine Hommage an die Zürcher Freundlichkeit

Von Florina Schwander 7. Oktober 2013 5 Kommentare

Ich werde mich bald weltoffeneren Themen zuwenden, doch ein Bern-Züri-Ding möchte ich noch aufgreifen: Die Freundlichkeit. Der zweite Satz eines jeden Berners nach dem schon beschriebenen «Was willst du denn i däm Züri?» war nämlich in fast allen Fällen die simple Feststellung: «Die sind alle so arrogant und unfreundlich da». Und darauf möchte ich in diesem Post eingehen. 

Tor des Monats!

Von Philipp Meier 4. Oktober 2013 6 Kommentare

Bei genauem Hinsehen eine Absurdität: Ein Haus wird teuer gebaut und aufwändig unterhalten; man hängt ein Bild an die Wand und wartet dann, bis Menschen kommen, um sich dieses Bild anzuschauen. Passt das noch zu unserer heutigen Zeit? Eine Replik auf Felix Ghezzis Blogpost, der unlängst obligatorische Museumsbesuche für alle gefordert hat. 

Im Zweifelsfall gegen die vorderasiatische Blattlaus

Von Brigitte Federi 2. Oktober 2013 Keine Kommentare

Ich möchte jetzt nicht anfangen zu jammern, dass im Herbst in Zürich zu viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden, und dass mir nichts anderes übrig bleibt, als einige grossartige Sachen zu verpassen. Denn auch wenn es so ist, und mir einige von Euch bestimmt recht geben – es wäre ein Jammern auf hohem Niveau, und ich übe mich gerade darin, das zu vermeiden. 

Besuch beim Randstandakker

Von Wrong Brothers 1. Oktober 2013 Keine Kommentare

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Ein paar wichtige kantonale Vertreter
für seltene, rare und schützenswerte Pflanzensorten,
Gemüseteller und Stadtrandgeschichten;
Sie haben einen gesponserten Ausflug
und nützen diese Chance, auch eine Kiste
Prosecco aus seltenen Traubensorten sich sponsern zu lassen. 

Museumsbesuchs­zwang für alle!

Von Felix Ghezzi 30. September 2013 6 Kommentare

Ich muss Ihnen hoffentlich nicht erklären, dass man in Zürich ausgezeichnete Kunst geniessen kann. Vor allem auch zeitgenössische. Besonders grossartig finde ich das Löwenbräu-Areal. In einem Nachmittag geht man hoch und runter, hat Galerien wie Museen gleichermassen besucht und danach das Gefühl, man ist auf dem Laufenden was Kunst betrifft – auch wenn man manchmal nichts verstanden hat. 

Was mir am Escher-Wyss-Platz alles fehlt – und was nicht

Von Martina Bischof 27. September 2013 3 Kommentare

Ein wenig empfinde ich den Escher Wyss Platz, unten rum, auch als Tor aus der Stadt hinaus. Oben drüber fahrend ist das eine ganz andere Geschichte. Bleiben wir beim Tor.

Ich amüsiere mich in der Regel täglich zwei Mal, wenn ich mit meinem scheppernden Rad in diesen Raum hineinmanövriere, unter der Brücke hindurch, konzentriert selbstverständlich, denn es ist eine gewisse Versiertheit vonnöten, um die kreuz und quer – quasi wild – im Asphalt eingelassenen Schienen orthogonal zum Fahrverlauf zu befahren und nicht zu verunfallen. Das geschickte Steuern macht Spass – mir jedenfalls. Meiner Ansicht nach darf es getrost seine improvisierte Ausstrahlung behalten, das herrlich unfertig wirkende Stück Escher-Wyss-Platz. 

Hast Du heute schon geglitscht?

Von Philipp Meier 25. September 2013 1 Kommentar
Glitchen / Philipp Meier

Es war noch nie so einfach, sich kreativ auszutoben, wie heute. Wer früher noch mühselig Instrumente lernen und teure Tonstudios buchen musste, spielt heute vieles ab Dateien und im Homestudio ein. Für die Werbung und den Vertrieb sind keine Tonträger mehr nötig. Alles kann online verschickt oder verlinkt werden. 

Spontani-njet

Von Florina Schwander 23. September 2013 Keine Kommentare

Als Kind habe ich mit meinen Eltern viele Städtereisen unternommen. Ich bin freiwillig in jede Kirche und jedes Museum mitgegangen, doch die abendlichen Restaurant-Besuche waren mir ein Graus. Denn: Wir betraten jeweils alle zusammen ein Restaurant. Mama, Papa, Schwester und ich. Schauten uns um. Liessen uns manchmal sogar einen Tisch zeigen und setzten uns seltenerweise sogar hin. Um dann aber nach einem Blick in die Karte oder einfach, sobald wir alle vier mit beiden Beinen im Restaurant drin standen, wieder in einer Einerreihe herauszuwandern. Weil es den Eltern aus irgendeinem Grund doch nicht gepasst hat.  

Asyl in der Krypta

Von Christoph Sigrist 20. September 2013 1 Kommentar

Seit ich in der Sakristei des Grossmünsters mein Büro provisorisch eingerichtet habe, weil an und in der Helferei immer noch renoviert wird, liegt mir der «Karli» noch näher. Fast täglich gehe ich einmal «i de Karli» zu einem Gespräch oder zu einer Sitzung. Ich bin auch froh, dass meine Konfirmandenklasse an den Sonntagen, an denen sie im Gottesdienst und auch im Programm nachher engagiert ist, im Karli Asyl für Mittagessen und weitere Aktivitäten bekommt.

«Ich gane IN Karli» – diese Aussage wird im Grossmünster verwandelt zu «Ich gane ZUM Karli», also gewissermassen personalisiert. Warum? 

Gastfreundschaft ist Geschmacks­sache

Von Felix Ghezzi 18. September 2013 1 Kommentar

Ich treffe mich alle paar Wochen mit einer Autorin, die an einem Buch für unseren Verlag schreibt, zum Zmittag. Es war ein heisser Augusttag und ich erzählte von meinen Vietnam-Ferien. Ein kräftiges «Hallo» riss uns aus dem Gespräch. Wir mussten dem jungen Kellner gestehen, dass wir noch gar nicht in die Karte geschaut hatten. «Kein Problem», und weg war er. Dies sagte er auf eine solch heitere und fröhliche Art, dass wir uns ganz verwundert ansahen – als wollten wir sagen: «Das gibt’s also in Zürich.» 

Mein Stadtkind

Von Brigitte Federi 16. September 2013 2 Kommentare

Mein Stadtkind hält sich gerne in der Natur auf, es mag die Berge, das Meer und den Zürisee. Es mag auch den Wald, die vielen Grünflächen in unserer Siedlung und findet es megacool, dass auf unserem Balkon Tomaten, Rüebli und Erdbeeren wachsen. Mein Sohn ist aber auch ein grosser Fan von Grossstädten und Wolkenkratzern und hat in den Ferien irgendwann meist genug vom Meer oder den Bergen. Dann möchte er heim nach Zürich, er sei ja schliesslich ein Stadtkind. 

I däm Bärn Ost

Von Florina Schwander 13. September 2013 4 Kommentare

In meiner Jugend trugen wir T-Shirts mit Aufdrucken wie «Hash (statt Dash)»* und «Zureich» auf Zürcher-Wappen-Hintergrund. Noch heute wird mir in Bern ab und zu die Frage gestellt, was ich denn «i däm» Zürich will. Die Bedeutung von «i däm» muss man sich als eine Mischung aus Entsetzen, Verständnislosigkeit und Bedauern vorstellen. 

50’000 Zeichen in sieben Sätzen

Von Philipp Meier 12. September 2013 6 Kommentare

Philipp Meier, erster BlogpostFür diesen Blogeintrag kriege ich hundert Franken. Wenn ich bedenke, dass ich dabei ziemlich freie Hand habe (ausser der enorm disziplinierend wirkenden Rechtschreibung) finde ich das eine angemessene Entschädigung. Weil dieser Eintrag exklusiv sein muss und ich eine vergleichsweise grosse Social-Media-Reichweite habe, ist diese Entschädigung eher an der unteren Grenze (um es diplomatisch zu formulieren). 

Wo ich Zürichs schwatzhafte Seele aufspüre

Von Christoph Sigrist 10. September 2013 Keine Kommentare

Ob ich am Sonntag auf der Kanzel im Grossmünster stehe und predige oder mich im Alltag im Kirchenschiff mit Touristen unterhalte, ich mache dies mit Leidenschaft und Herzblut. Ich bin Pfarrer mit Leib und Seele, und dies heisst für mich: Mich interessiert mein Gegenüber mit seiner Geschichte. Predigen ist für mich nicht ein Monolog, sondern ein Dialog. Ich stelle mir immer ein Gesicht vor, wenn ich die Predigt schreibe. Das Bloggen ist ähnlich, einfach statt auf der Kanzel am Bildschirm.