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Ich bin krank, holt mich hier raus!

Von Florina Schwander 2. Dezember 2013 Keine Kommentare

Die nächsten zwei Blogposts handeln vom Älterwerden. Aber keine Angst, ich habe weder ein Problem mit meinem Alter, 33, noch finde ich es grundsätzlich schlimm, älter zu werden. Doch gewisse Dinge, die ich früher sehr genossen habe, machen heute einfach keinen Spass mehr. Ein Beispiel: krank sein.

Die letzten Tage lag ich mit Grippe (notabene nach einer empfohlenen Grippeimpfung, gopf!) im Bett. Und zwar lag ich so dermassen flach, dass ich weder genussvoll glotzen noch die Zeit zuhause sonst irgendwie hätte geniessen können.

Früher habe ich jeweils den Fiebermesser an die Nachttischlampe gehalten, nur damit ich endlich mal wieder zuhause bleiben durfte. Mit grosser Hingabe habe ich dann Mamis Essigwadenwickel, die «entkohlensäuerte» Cola und die unzähligen TKKG-Kassetten genossen. Nur bei den allfälligen Zwiebelwickeln regte sich mein Kampfgeist – und jeweils Mamas Argument, dass ich ja doch nicht so schlimm krank sei …

Heute allerdings macht krank sein keinen Spass mehr. Und so lag ich also die letzten Tage selbstmitleidig vor-mich-hinsiechend auf dem Sofa und wartete, dass mir der Liebste doch ab und an einen Tee ans Bett bringen möge. Die nach netter Aufforderung dazugelegten Orangenschnitze machten den Braten aber auch nicht fett und ich versuchte, ein Buch zu lesen. Resultat: Noch mehr Druck auf den Augen und den Nebenhöhlen. Ich schaute «Malcolm in the Middle»: Kopfschmerzen. Ich holte mir Guetzli aus der Küche und musste schnell wieder vom Tabourettli steigen, weil mir schwarz vor Augen wurde. Ihr seht, krank sein ist nicht lustig.

Und bevor ich mich heute zwecks Arbeitsausfallzeugnis ins nächste Seuchen-, äh, Gesundheitszentrum schleppe, ziehe ich es vor, am Arbeitsplatz zu schniefen. Hier sind Kopfschmerzen, müde Augen und Brett vor dem Kopf zumindest richtig am Platz und können entsprechend genossen und erklärt werden.

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