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Medien

28 Blogposts

Das digitale Ortsmuseum

Von Brigitte Federi 26. Februar 2015 Keine Kommentare

Es ist bekanntlich nicht schwierig, sich beim Surfen zu verlieren. Mir ist es vor einigen Tagen wieder einmal passiert, als ich in Facebook auf eine Gruppe stiess, in der sich Leute austauschen, die im Kreis 3 aufgewachsen sind. Da gehöre ich zwar nicht dazu, aber «mein» Kreis ist mir in den über 15 Jahren, in denen ich in Zürich wohne, doch sehr ans Herz gewachsen. Zudem wächst mein Sohn hier auf, und je älter er wird, desto mehr fühlt auch er sich als «Wiediker». 

Einmal Rousseau rückwärts, bitte.

Von Silvan Gisler 10. Februar 2015 1 Kommentar

Wohl kaum eine andere Nation zelebriert ihren Bergfolklorismus so sehr wie die Schweiz und lässt ihn sich auch dementsprechend viel kosten. Dies zu hinterfragen gehört nicht zum guten Ton in diesem Land – wie die «Arena» vom letzten Freitag wieder mal deutlich machte. Das hat viel mit unserer Vergangenheit zu tun. 

Willkommen in den Achtzigern

Von Silvan Gisler 17. Dezember 2014 Keine Kommentare

Die Zürcher Krawalle von letzten Freitag war hirnrissig. Viele Reaktionen darauf auch. Nachdenken bitte. Wirken wir dem dritten Newtonschen Axiom ein wenig entgegen. 

Habemus wen denn? Zur Diskussion über die NZZ-Nachfolge

Von Silvan Gisler 12. Dezember 2014 2 Kommentare

Wer wird der neue Presse-Papst der Falkenstrasse? Im Vorfeld der Ernennung kommt viel Rauch aus den medialen Kaminen. Jüngstes Beispiel: Roger Köppels persönliches Empfehlungsschreiben für Markus Somm. Die Diskussion der Nachfolge auf der NZZ-Chefredaktion ist auch ein Kampf um Deutungshoheiten. Ist die liberale Linie von Zürichs Traditionsblatt in Gefahr? 

Die Schnelllebigkeit von Schnittblumen und Blogposts

Von Felix Ghezzi 11. Dezember 2014 4 Kommentare

Kennen Sie das: Manchmal kommen Dinge zusammen und man hat das Gefühl, es sei Fügung. Sabine, die meine Blog-Auftraggeberin ist, und die meine Blogtexte ganz hervorragend lektoriert und mich schon vor einigen sprachlichen und anderen Peinlichkeiten bewahrt hat, hat mir vor ein paar Tagen in einer E-Mail geschrieben, wie toll sie meine Texte fände. Im nächsten Abschnitt hat sie mich dann elegant darauf hingewiesen, dass sich meine Blogbeiträge eigentlich nicht mehr wirklich von herkömmlichen Artikeln oder Reportagen in Zeitungen unterscheiden würden. Sie fände das aber gar nicht schlimm. Auch, dass die Texte immer länger werden und nun schon doppelt so viele Zeichen hätten wie ursprünglich abgemacht war, sei nicht so tragisch. Vielleicht wäre es allerdings gut, schlug sie vor, Zwischentitel in Betracht zu ziehen. 

Ein für immer verlorener Luxus: die Weltgeschichte zu verschlafen

Von Brigitte Federi 21. November 2014 Keine Kommentare

Als am 9. November 1989 in Berlin die Mauer fiel, war ich in Amsterdam. Am späten Nachmittag des 10. Novembers machte ich mich dort auf die Suche nach einer deutschsprachigen Zeitung; mir waren die Kiosk-Aushänge mit den Wörtern «Berlin» und «Muur» aufgefallen und ich wollte wissen, was es damit auf sich hatte. Wieder zu Hause, verbrachte ich die nächsten Tage hauptsächlich vor dem Fernseher – so viel schien mir entgangen zu sein, hatte ich aufzuholen. 

Die Zeitmaschine am Goldbrunnenplatz

Von Brigitte Federi 30. Oktober 2014 6 Kommentare

Fotoautomat. Bild: Brigitte FederiEr ist ein Unikum und erinnert an vergangene Zeiten: Der Fotoautomat an der Goldbrunnenstrasse in Wiedikon. Für mich hat er ein bisschen etwas von einer Zeitmaschine; ich setze mich auf den wackeligen Drehstuhl, überprüfe die Augenhöhe, werfe den Einfränkler ein, und schon wenige Sekunden später blitzt es zum ersten Mal. Zwischen den drei nächsten Blitzen habe ich kurz Zeit, mich in andere Posen zu werfen, muss dabei aber aufpassen, dass ich nicht blinzle.

Bei der ersten Versuchsreihe waren meine Augen auf zwei von vier Bildern nämlich geschlossen. 

Karl, die Mehrheit

Sie, die Engagierten

Von Silvan Gisler 13. Mai 2014 Keine Kommentare

Gerade mal 17 Prozent der 18-29-Jährigen sind abstimmen gegangen – sagte uns zumindest die Vox-Analyse nach der Abstimmung vom 9. Februar. Und alle haben die Aussage bereitwillig aufgenommen. Die Analyse lieferte guten Stoff für intuitive Kommentare, für Aburteilungen, für Handlungs-Imperative, für eingängige Schlagzeilen. Auch ich titelte am Tag danach: «Wenn eine ganze Generation fernbleibt». Die Jungen sind stimmfaul und die ewige Kritik an der kommenden Generation ist somit legitimiert. Was zu beweisen war, wurde bewiesen. 

Karl, die Mehrheit

Du, die Minderheit

Von Luzia Tschirky 12. Mai 2014 1 Kommentar

«Direkte Demokratie», «die älteste Demokratie Europas». Wir klopfen uns hier in der Schweiz gerne auf die Schultern und auf Rednerpulte für unsere Vorzeigedemokratie. Dabei hinterfragen wir uns viel zu wenig selbst. 

Karl, die Mehrheit

Wir, die Demokratie­verweigerer

Von Marcel Bührig 8. Mai 2014 2 Kommentare

Gestern fand die erste Sitzung in der neuen Legislaturperiode des Zürcher Gemeinderats statt. Als jüngster Gemeinderat durfte ich ein paar Zeilen verlesen. Dort stand ich also, der ich schon die Schule abgeschlossen habe, der ich schon voll in der Berufswelt integriert bin, und trotzdem bin ich mit Abstand der jüngste Gemeinderat der Stadt. Das Durchschnittsalter im Gemeinderat beträgt momentan rund 45 Jahre. Die meisten könnten also genauso gut meine Eltern sein. 

Karl, die Mehrheit

Ich, der Billagzahler

Von Andri Silberschmidt 8. Mai 2014 2 Kommentare

Die Motivation von Pony M. ist lobenswert. Dass sie die demokratische Mitbestimmung mit einem durch die Steuerzahler finanziertem Programm steigern will, eher ironisch. Es wiederspiegelt die heutige Form der Demokratie: Der Staat sammelt das Geld der arbeitenden Bevölkerung ein und die Politiker geben es in Form von Wahlgeschenken aus. Diese Schwierigkeit zeigt sich auch beim SRF. Es werden Sendungen produziert, wo die Zuschauer entscheiden können, ob die Protagonistin die Kinderkrippe oder das Altersheim besuchen soll. Der Geldgeber darf bei der Gestaltung vom Programm nicht mitreden. 

Karl, die Mehrheit

Von Karl der Grosse 8. Mai 2014 3 Kommentare

Fehlt es den jungen Menschen in der Schweiz an Demokratieverständnis? Stimmen die Jungen zu wenig ab? Und falls ja – soll und kann «man» etwas dagegen tun?  

More is more is more is more is …

Von Felix Ghezzi 28. April 2014 Keine Kommentare

Felix_Ghezzi_More_is_More_is_2_«More is more is more is more is …» so titelt auf der Frontseite die Rote-Fabrik-Zeitung Nr. 300 vom April/Mai 2014* und befasst sich mit der gegenwärtigen Entsolidarisierung in der Gesellschaft – einer der Auswirkungen des Neoliberalismus. Sie ist seit längerem im Gang, und die gesunden, roten Früchte der Werbe-Etats und der Dauerpropagierung der Eigenverantwortung und der Selbstverschuldung der gescheiterten Sozialhilfebezüger bzw. Migranten können nun endlich von den Verantwortlichen im grossen Stil eingesammelt werden. 

Eltern: Zum Abschuss freigegeben?

Von Brigitte Federi 9. April 2014 Keine Kommentare

Dass das Aufwachsen in der Stadt keine Nachteile mit sich bringen muss, habe ich in einem meiner ersten Blogposts bereits beschrieben. Und an dieser Meinung werden auch negative Meldungen von Seiten der Gesellschaft und der Medien nicht so schnell etwas ändern. Vor einigen Wochen stand beispielsweise in einer Zürcher Tageszeitung, dass heute in Zürich nicht einmal mehr eines von zehn Kindern alleine zur Schule ginge. Schuld daran seien die Eltern, die ihre Kinder überbehüten und sie aus Angst vor dem Verkehr in die Schule fahren oder zumindest begleiten würden. 

Kulturfrust mit Donald Duck

Von Florina Schwander 21. Februar 2014 1 Kommentar

«Keuch, spotz, fluch!» Heute bin ich genervt. Richtiggehend wütend. Oder gnietig, wie ich es ausdrücken würde. Bildlich sehe ich in etwa so aus wie Donald Duck, wenn ihn sein nerviger Cousin Gustav mal wieder austrickst. Hände in die Höhe, Rauch aus den Ohren und die Schwanzfedern vor Ärger schlackernd.