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Do 08. März 19.30 Saal

Antiromantisches Manifest – Lesung von Marie Rotkopf

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Marie Rotkopf teilt ordentlich aus gegen Nationalromantiker und Poplinke, Postfeministinnen wie Patriarchen, Luther wie Mütter. Rotkopfs «Antiromantisches Manifest» ist eine Sammlung polemischer Betrachtungen einer Französin, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt.

Ihre Texte haben Widerhaken. Man reibt sich daran und will lieber nichts wissen, aber leider hat sie recht. In Gedichten, Tagebüchern, kurzen Prosastücken, in angriffslustig-kämpferischen und traurig-komischen Stücken schreibt sie an gegen eine Romantik, die zynisch und banalisierend ist, gegen das deutsche Bewusstsein, endlich ruhigen Gewissens auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Und wenn Gerechtigkeit unentbehrlich sein soll, müssen die verschleiernden romantischen Widersprüche wie Heimat, Nation und Volksgemeinschaft endlich in Frage gestellt werden. Sie setzt sich mit unpopulären Gedanken auseinander, mit Patriarchat, Krieg, Macht und Zensur. Sie hinterfragt die Begrenzungen.

Marie Rotkopf schreibt Poesie als Revolte; ihr Manifest ist ein Plädoyer für das Fremdsein als Freiheit. Im Karl liest sie erstmals in der Schweiz aus ihrem Manifest.

Im Anschluss an die Lesung führt die Schweizer Autorin Simone Meier ein Gespräch mit Marie Rotkopf.

Eintritt: CHF 10 / 5, Ticketreservation via Ticket-Button

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