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Di 24. Oktober 20.00 Saal

Lecture: Nina Power

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Seit Feminist_in sein wieder en vogue ist, scheuen sich auch Männer nicht vor diesem Label. Der Feminismus der Gegenwart besitzt definitiv ein neues, gut vorzeigbares Gesicht und mit prominenten Vertreterinnen wie Laurie Penny, Pussy Riot und Beyoncé eine Stimme in der Öffentlichkeit.

Doch neuerdings kommt er mit einem starken grossen Bruder im Schlepptau daher: Seit dem Handschlag mit der Konsumkultur ist der Feminismus ein glänzendes Produkt, das eine bestimmte Form von «weiblich sein» propagiert, die sich problemlos mit allen Arbeitsbereichen und Gefühlen des westlichen Lebensalltags vereinen lässt. Aber: «Wo sind all die interessanten Frauen hin?» Das fragt die britische Philosophin und Kulturwissenschaftlerin Nina Power in ihrem Buch «Die eindimensionale Frau» plakativ und provokativ und kritisiert damit die Normierung, die die aktuelle Ausprägung feministischer Pop-Kultur mit sich bringt.

Nina Power ist Dozentin für Philosophie an der Roehampton University in London, Autorin und Bloggerin und verbindet in ihrer Arbeit Philosophie, Kunst, Film und politischen Aktivismus.

In ihrer Lecture im Karl der Grosse spricht sie über das beunruhigende Fehlen einer kohärenten feministischen Politik und die ökonomische Vereinnahmung von Emanzipationsbewegungen. Im Anschluss diskutiert sie ihre Thesen im Gespräch und mit dem Publikum.

Veranstaltung in Englisch

Moderation: Geneva Moser (Philosophin und Geschlechterforscherin)

Eintritt frei – Platzreservation möglich

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