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Do 27. November 19:00 Saal

Prostitution – ein Beruf wie jeder andere?

Nach einer kurzen Einführung über die ideologischen Hintergründe der Sexarbeitsbefürworterinnen und -befürworter als auch der Abolitionistinnen und Abolitionisten berichten in einer moderierten Fragerunde die Expertinnen und Experten aus ihren spezifischen Blickwinkeln und Bereichen. Ziel der Veranstaltung ist es, einen vertieften Einblick in das Thema Prostitution bzw. Sexarbeit zu erhalten. Das Podium wird rechtzeitig geöffnet für die Fragen des Publikums.

Teilnehmende:
Veronika Helk, Sozialpädagogin, Studentin und Protagonistin im Dokumentarfilm «Anna in Switzerland»; Marie Merklinger, Bloggerin, Survivor und Feministin; Bastien Girod, Umwelt- und Glücksforscher, Nationalrat Grüne; Marianne Streiff, Public-Affairs Managerin, Nationalrätin EVP; Silvia Steiner, Staatsanwältin, Kantonsrätin, Regierungsratskandidatin CVP; Julia Kuruc, Sozialarbeiterin, ehemalige Mitarbeiterin einer Frauenberatung (Strassenprostitution); Andrea Gisler, Juristin, Leiterin Zürcher Frauenzentrale; Cornelia Zürrer Ritter, Sozialarbeiterin, Leitung Rahab-Team; Jürg Meier, Schriftsteller, Redaktor InfoSperber, Genderspezialist

Einleitung: Alma Redzic, Geschäftsleitung FemWiss. Moderation: Noëmi Hermann, freie Journalistin

Nach der Veranstaltung offeriert der Verein FemWiss einen Apéro.

Anmeldung an info@femwiss.ch bis 26.11.2014

Eintritt frei / Kollekte

Eine Zusammenarbeit mit dem Verein Feministische Wissenschaft Schweiz

4 Kommentare

  • Roger Huber

    Es ist schade, dass immer wieder die Prostituierten und missbrauchten Frauen-Opfer für Geltungssüchtige herhalten müssen. Nun versucht die Frau Silvia Steiner auch noch politischen Nutzen aus den, per L-Visum in die Schweiz importierten Frauen-Opfer, heraus zu schlagen. Viele dieser Frauen haben der Staatsanwältin vertraut und merkten dann später, dass sie von der Justiz, der FIZ und den ihnen zur Seite gestellten Rechtsvertretern genauso missbraucht und betrogen wurden, wie zuvor von den Zuhältern, Nachtclub-Besitzern und Frauenhändler. Die meisten, die bei der Frau Staatsanwältin und der Polizei ausgesagt haben, warten noch heute auf Einlösung der gemachten Versprechen. Ich bin mit einem dieser Missbrauchs-Opfer verheiratet und habe sie und einige weitere Opfer zu den Einvernahmen begleitet. Nachdem sie mir ihr Vertrauen geschenkt hatten. Einige dieser Opfer sind als Privatklägerinnen gegen ihre Peiniger an den, zum Teil noch laufenden Prozessen, beteiligt. Sie werden von einer Anwältin vertreten. Welche ihnen, genauso wie die Staatsanwaltschaft und die FIZ, Gerechtigkeit versprach. Dabei bekommen diese Opfer weder Informationen über Urteile, Genugtuungs- oder Wiedergutmachungs-Zahlungen, noch Einladungen zu Gerichtsverhandlungen. Sie werden ganz einfach mit ihren Problemen und der Verarbeitung der schrecklichen Erlebnisse alleine gelassen. Es ist nicht nur traurig für den Rechtsstaat Schweiz. Es ist eine ausgesprochene Schweinerei gegenüber den noch heute leidenden Frauen.

  • Veronika Helk

    Ich finde sehr geehrter Herr Huber, dass es sehr hilfreich wäre, wenn Sie an der Podiumsdiskussion teil nehmen würden. Ihre Erfahrungen sind sehr wichtig. Freundliche Grüsse

    • Roger Huber

      Sehr geehrte Frau Helk. An dieser Podiumsdiskussion geht es wohl eher um die freie Berufswahl und die Akzeptanz der Prostitution. Ich vertrete aber vehement die Frauen, welche zur Prostitution gezwungen werden. Also ausschliesslich die Opfer von Gewalt, Erpressung und Erniedrigung. Welche in die Hände der Justiz vielen, als vermeintlich Gerettete. Wo sie aber von den Behörden und der FIZ (Fachstelle für Frauenhandel und Frauenmigration) wiederum nur missbraucht werden und selbst von ihren Rechtsvertretern nur hintergangen und betrogen werden. Ihre Geschichten sollten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Doch wer interessiert sich denn schon für diese armen Frauen.
      Trotzdem finde ich es sehr aufmerksam und nett von ihnen, dass sie mir und meiner Frau irgendwie Mut gemacht haben, nicht aufzugeben und die Schuldigen anzuprangern.
      Freundliche Grüsse

  • Alma Redzic

    Sehr geehrter Herr Huber
    Die Fragestellung ist absichtlich provokant gestellt. Zu Ihrer Information der Verein FemWiss ist neben der Zürcher Frauenzentrale der einzige Verein, der sich für die Einführung des Schwedischen Modells ausspricht. Wir sind nicht der Meinung, dass das ein Beruf wie jeder andere sei und wollen die Diskussion darüber entfachen. Ansonsten bleiben die Stimmen derjenigen Frauen, wie Ihrer Frau, ungehört. Bitte kommen Sie vorbei und melden Sie sich in der Diskussion. Es würde mich sehr freuen.
    Alma Redzic, Geschäftsführerin FemWiss

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