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März 2017

Mi 01. März Zürich

Nachtarchiv

«Welche Nacht schenkst du dem Zürcher Nachtgedächtnis?» Diese Frage stellen wir langjährigen Stadtbewohnerinnen und flüchtigen Besuchern. Die Antworten, rund 5-10-minütige Audio-Beiträge, erzählen von vielleicht unauffälligen Orten, die eine besondere Nachtgeschichte besitzen: Hauseingängen, Bahnhöfen, Hotel-Lobbys, Skaterparks, Schiffstegen…  

Mi 01. März 12.00 Restaurant

Gemeinderatszmittag mit dem Mathilde Escher-Heim

Wo bleiben die neuen Velowege? Was passiert jetzt eigentlich mit dem Koch-Areal? Wieso ist Zürich eine der teuersten Städte der Schweiz? Kritisch, provokativ oder einfach interessiert: Beim gemütlichen Zmittag im Restaurant Karl sind alle Fragen erlaubt und werden von Zürcher Gemeinderäten und Gemeinderätinnen in aller Ruhe und nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet. 

Mi 01. März bis Juni Zürich

Extra: Projekt Nachtleben

Im Frühjahr 2017 erkundet Karl der Grosse die Nacht in der Stadt. Wer ist wo unterwegs, wer arbeitet, wer lässt sich durch die Nacht treiben? Karl folgt den Spuren nachtaktiver Menschen, die ziellos oder zielstrebig, arbeitend oder trinkend in der Stadt unterwegs sind, führt Gespräche zu Themen, die sich bei Dunkelheit besser bereden lassen und macht die Nacht in unterschiedlichen Veranstaltungen erfahrbar. 

Mi 01. März Fr 31. März 2017 Karl der Grosse

Weiblich, sporno­sexuell und pringle

Editorial Februar/März

Der #schweizeraufschrei besitzt ein Hashtag – aber hat er auch ein Echo? Ein Echo, das nicht wie ein Bumerang gegen die Frauen zurückschlägt, die in den Geschlechterwald gerufen haben, in dem viele Männer wie Bäume stehen? Dieser Wald wird immer unsicherer. Aber nicht unbedingt für Frauen, sondern für die Männer: Die Zensurpeitsche sitzt jetzt nämlich locker. Und irgendwie machen die inter-genderösen Beziehungen nicht mehr so richtig Spass. 

Fr 10. März 19.00 Saal

Club español: Screening von «Techo y Comida»

Der spanische Film «Techo y Comida» (engl. «Food and Shelter») erzählt von der alleinerziehenden und arbeitslosen Mutter Rocío, die kaum über die Runden kommt. Aus Angst, das Sorgerecht für ihren 8-jährigen Sohn Adrián zu verlieren, verschweigt sie ihm ihre Probleme und spielt ihm vor, ein ganz normales Leben zu führen. Die Situation spitzt sich zu, als der Besitzer von Rocíos Wohnung – selbst von Schulden geplagt – sie anzeigt, weil sie die Miete nicht bezahlt hat. Die Zeit läuft gegen Rocío, und eine Lösung für ihre Probleme scheint nicht in Sicht. «Techo y Comida», der Erstling des spanischen Regisseurs Juan Miguel del Castillo, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und an Filmfestivals gefeiert. 

Mi 15. März 18.00 Barockzimmer

Alte Schule – Storytelling mit «Zeitgeist»

«Als er starb, trauerte ich keine Minute», erzählt Sarah Frei, 90, über ihren an Demenz erkrankten Mann. Solche Aussagen finden sich im «Zeitgeist», einer Zeitschrift für Storytelling mit altersgerechter Gestaltung. Sie entsteht in Zusammenarbeit mit den ältesten BewohnerInnen der Stadt Zürich. Die beiden jungen Initiantinnen der Zeitschrift, Carolyn Kerchof und Martina Regli, berichten über die Entstehung des Projekts, reflektieren ihre Arbeit mit hochaltrigen Menschen und lesen aus den bisher erschienenen Ausgaben vor. Zu hören gibt es Geschichten über persönliche Erfahrungen der ältesten ZürcherInnen – ehrlich und individuell. 

Mo 20. März 19.30 Restaurant

Geschichten von Fern nach Nah

Zugewanderte Menschen erzählen ihre Geschichten: Menschen aus Nah und Fern berichten von ihrem Leben in der alten Heimat, ihrer Reise in die Schweiz und von ihren Erfahrungen hierzulande. Dieses Mal mit Geschichten aus Syrien, Sudan und Tibet. 

Mi 22. März 19.30 Erkerzimmer

Podium: Konzerne unter Beobachtung

Die Schweizer Wirtschaft agiert global. Einen Grossteil ihrer Erträge verdient sie im Ausland: In den letzten 25 Jahren hat sich der Kapitalbestand schweizerischer Investitionen im Ausland mehr als verzehnfacht. Treibende Faktoren sind «Global Players», die Umsätze in zweistelliger Milliardenhöhe schreiben. Dieselben Firmen sind aber auch mit Menschrechtsverletzungen, Korruption, Ausbeutung und Umweltverschmutzung assoziiert. NGOs werfen diversen Schweizer Multis systematische Missachtung ihrer Sorgfaltspflicht vor und fordern striktere Gesetze: Verantwortungslose Wirtschaftspraktiken im Ausland sollen geahndet werden. Der Druck steigt. Wie reagieren die Konzerne auf die wachsende Kritik? Was bedeutet verantwortungsvolle Geschäftstätigkeit? Braucht es überhaupt schärfere Richtlinien? 

Do 23. März 19.30 Saal

Vergewaltigung: Aspekte eines Verbrechens – Mithu Sanyal im Gespräch mit Regula Stämpfli

Die deutsche Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal hat ein Debattenbuch zum Thema «Vergewaltigung» verfasst. Es geht bei ihr ans Eingemachte. Das Buch ist faktenreich, intelligent und eine Ohrfeige gegen lang gehegte Überzeugungen – nicht zuletzt gegen einige Feministinnen. Sanyal liefert ein äusserst erwachsenes Buch. Ihr geht es darum, über sexuelle Gewalt anders zu denken, sie in ihrem historischen Kontext zu erkennen, kritisch zu hinterfragen und neue therapeutische Ansätze für Opfer und Täter zu entwickeln. «Der Vergewaltigungsdiskurs prägt unsere Vorstellung von immanenten Geschlechterrollen und wirkt auf die Kategorien Mann und Frau essentialisierend.» Der ausschliessliche Opferstatus entmenschliche die Frauen, so Sanyal. «Vergewaltigung – Aspekte eines Verbrechens» ist ein Buch, das viele klassische feministische Positionen aufwühlt, umwühlt und neu belebt. 

Sa 25. März 15.00 Erkerzimmer u.a.

Beat it? Debate it! – Mini-Lehrgang Debattieren

Überall wird diskutiert und debattiert. Über Abstimmungsvorlagen im Freundeskreis, Abfalltrennung in der WG, Lohnerhöhungen mit dem Chef. Immer wieder gibt es Situationen, in denen wir uns behaupten müssen. Mitreden, mitdiskutieren, andere überzeugen. Nichts für dich? Du fühlst dich zu wenig sicher oder hast gar Angst, dich zu blamieren? Dann bist du bei unseren Workshops genau richtig! Hier zeigen dir die Profis, wie’s geht. Geübt werden Stimme, Haltung und Körpersprache. Wir starten mit einem Basiskurs, in dem du die Grundlagen des Debattierens trainierst. In der Pause tauschen wir uns bei einem Apéro aus, gestärkt treffen danach im zweiten Teil des Nachmittags die Workshop-Gruppen aufeinander. Jetzt werden die neu erlernten Skills genutzt, um mit jeder Situation fertig zu werden. 

Mi 29. März 19.00 Restaurant

Die Züri-Saga – Folge V

Die «Züri-Saga» ist zurück! In langen Frühlingsnächten teilen wir Tisch, Teller und das gesprochene Wort und laden Menschen aus der Stadt ein, uns aus ihrem Leben und über Zürich zu erzählen. Es steht jedem Erzähler frei, ob er über sich oder andere berichtet, ob seine Geschichte wahr oder fiktiv ist. Der Erzähler hat, solange er spricht, das letzte Wort.

So entsteht im Herzen von Zürich eine wilde Saga aus urbanen Legenden mit Cliffhangern, Lücken und Ungereimtheiten. An jedem Abend ist ein Autor mit von der Partie. Er nimmt das Erzählte auf, schreibt es für die nächste Folge weiter und verschränkt die Fäden. Die Tafelrunde wird so immer grösser. Und jeder Gast am Tisch ist eingeladen, sich selbst in Echtzeit in die Geschichte hinein zu erzählen. 

Do 30. März 19.30 Saal

Tsüri-Gespräch No. 1: Nachtleben

Das Zürcher Nachtleben sorgt immer wieder für Konflikte. Anwohner stören sich am Lärm, Party-VeranstalterInnen wollen mehr Freiheiten, das Publikum die grösstmögliche Vielfalt. Wie können diese Interessen kombiniert werden? Was fordern die beteiligten Akteure? Im ersten Tsüri-Gespräch wollen wir gemeinsam herausfinden, wie das Zürcher Nachtleben gestaltet werden soll.

Die neuen Tsüri-Gespräche im Karl greifen auf, was die Stadt bewegt. Alle paar Monate treffen sich Protagonisten und Underdogs des Stadtlebens zum lockeren Gespräch mit der Redaktion. Tsüri gibt’s dann für einmal nicht nur in Wort und Bild, sondern auch in Echtzeit und Action. 

Do 30. März 20.00 Erkerzimmer

Pop-Quartett

«Who runs the World? Girls!» – Wenn es wirklich so ist, wie Beyoncé behauptet, wo genau sind sie dann, die Frauen? Machen wir uns nichts vor: Das Patriarchat hat im Pop auch 2017 die Welt noch fest im Griff. Und trotz einiger Ausnahmen stellen auch in der Schweizer Kulturszene die Männer den Grossteil der Protagonisten. Warum das so ist, wie man das vielleicht in Zukunft verändern kann und welche Strategien sich dabei anbieten, diskutieren wir im neusten Pop-Quartett. Empowerment gibt’s von Bikini Kills Punkrock bis zur Rückseite von Nicki Minaj.