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Dezember 2016

Di 06. Dezember 19.00 Blaues Foyer

Round Table Crowdfunding

Have you ever thought about financing a project through crowdfunding?

At the round table, creative and entrepreneurial minds get a chance to learn more about the possibilities and opportunities of crowdfunding, as well as exchanging thoughts and ideas. Maybe the night even marks the beginning of new collaborations, who knows. Come by and find out.

Joining the round table: Romano Strebel and Andrea Scherrer of 100-days.net 

Di 06. Dezember 19.30 Saal

Das Türkeigespräch

Am Abend des 15. Juli 2016 versuchten Teile des türkischen Militärs, den gewählten Präsidenten Erdoğan zu stürzen. Der Putschversuch war das Resultat einer langen Kette von Ereignissen, welche die Türkei nachhaltig veränderten. Am Anfang steht Recep Tayyip Erdoğan, der die Gezi-Proteste gewaltsam beendete, den Kurdenkonflikt wieder befeuert, unliebsame Kritiker einsperrt und unverhohlen Nationalismus schürt. Der Optimismus der Nullerjahre ist verflogen und die Türkei, das Scharnier zwischen Europa und dem Mittleren Osten, steht vor dem bedeutendsten Scheideweg ihrer neueren Geschichte: europäische (Schein-)Demokratie oder islamistische Diktatur. 

Mi 07. Dezember 22.00 Restaurant

Jazz im Oberdorf

Nachdem die altbekannte und heissgeliebte Casa Bar und der Jazzclub der Jazzschule Zürich für immer aus der Altstadt verschwunden sind, präsentieren wir eine neue Konzertreihe, die im Karl der Grosse zwischen den Häusern des Oberdorfs wieder Jazz und jazzverwandte Sounds erklingen lässt. Immer am ersten Mittwoch des Monats spielen den ganzen Herbst und Winter über ab 22 Uhr Jazz-Musiker und Bands auf, u.a. Omri Ziegele, Rafi Schilt, Nat Su, Guy Bettini, Silvio Cadotsch und Yumi Ito. Kurator ist der Zürcher Pianist und Komponist Yves Theiler. 

Fr 09. Dezember 19.30 Erkerzimmer

Schweizer Helden

Ein Film von Peter Luisi

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – doch nicht für alle bedeutet die Weihnachtszeit Lametta und Nächstenliebe. Sabine, eine frisch getrennte Hausfrau und über Weihnachten plötzlich alleine zu Hause, kämpft bei ihrer Familie und ihren Freundinnen um Anerkennung. Der Zufall führt ihren Weg zu einem Durchgangsheim, und ehe sie sich versieht, hat Sabine die Leitung der dortigen Theatergruppe inne und Schillers «Tell» wird von den Asylbewerbern fleissig geprobt. Aber nicht alle schätzen das «Theäterle» um den Schweizer Nationalhelden, und auf Sabine hat sowieso niemand gewartet. Auch Helden sind nur Menschen. 

Fr 09. Dezember Ab 18.30 Saal

Die 1. Zürcher Dark Night

Workshopnacht mit Hackern, Programmiererinnen, Datenpolitikern und allgemeinen Netzprofis

In einer Zeit, in der die Schweizer Bevölkerung den Mächtigen bedenkenlos ihre Daten anvertraut, finden wir: Ja, es ist Zeit für mehr Transparenz – aber nicht so sehr der eigenen Datenberge, sondern der Prozesse, die unter der Oberfläche des Netzes ablaufen. Es mag ja bequem sein, dass andere über unsere digitale Identität wachen. Aber eigentlich macht es grossen Spass, sich im alltäglichen Datendschungel auf die Jagd zu begeben, die Zeichen und Codes lesen zu lernen, Spuren zu verwischen und Fährten zu legen – denn die Daten gehören nur solange uns, wie wir wissen, wo sie stecken und wie wir über sie bestimmen. Digitale Selbstkompetenz für Anfänger und Fortgeschrittene: Das bringen uns jetzt die Profis bei. 

Do 15. Dezember 19.30 Saal

The Hungerbühler Games – Folge 2

Weihnachten naht! Und mit diesem feierlichen Anlass auch die feierliche Rückkehr von Prinz Hungerbühler auf die Bühne der Welt, sprich vom Karl der Grosse. Nachdem in der Pilotfolge schlaue Kompostwürmer den heimlichen Vorsitz über das Ökosystem behauptet haben, wird es in der zweiten Folge wieder menschlicher: Diesmal stellt sich Prinz Hungerbühler dem grossen Thema Liebe. Sein bewährtes Team sowie visionär denkende geladene Gäste helfen ihm dabei, diese Materie zu ergründen. Wieviel Liebe brauchen wir und wann wird Liebe schädlich? Und wie können wir mit diesem Wissen und den heissen Gefühlen die Welt verändern? 

Fr 16. Dezember 19.00 Saal

Club español: Ada Colau – von der Linksaktivistin zu Barcelonas Bürgermeisterin

Screening von «Alcaldesa»

Der katalanische Dokumentarfilm «Alcaldesa» (2016, Regie: Pau Faus) begleitet die Linksaktivistin Ada Colau über ein Jahr, beginnend mit ihrer Kandidatur als Bürgermeisterin von Barcelona bis hin zu ihrer Einsetzung als oberste Politikerin der Stadt. Der Film verknüpft den linken Aktivismus Spaniens der vergangenen Jahre, der eine fundamentale Veränderung des politischen Klimas im Süden Europas mit sich brachte, mit dem inneren Kampf einer Frau, die sich davor fürchtet, sich mit ihrem neuen Amt in genau das Feindbild zu verwandeln, das sie als Aktivistin selbst jahrelang in Frage gestellt hatte. 

Fr 16. Dezember 19.30 Erkerzimmer

Fünf/Sechzehn: Der ehrlichste Literatur-Club der Schweiz

Das Schweizer Buchjahr 2016 im Gespräch

Was waren die fünf wichtigsten Titel auf dem Schweizer Buchmarkt 2016? Das «Schweizer Buchjahr» zieht literarische Bilanz und prüft die bedeutendsten Neuerscheinungen dieses Jahres noch einmal auf Herz und Nieren. In einer Podiumsdiskussion mit Studierenden der Universität Zürich wird seziert und beweihräuchert, polemisiert und beschwichtigt, beleidigt und bejubelt – bis alle wissen, was 2016 in jedem Fall zu lesen gewesen wäre. Das Publikum ist nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Mitdiskutieren eingeladen – und darf am Ende den Jahressieger mitküren, der sogleich auch verlost wird. 

Di 20. Dezember 19.00 Barockzimmer

Znacht der Zukünfte: Recht und Gerechtigkeit

Der Znacht der Zukünfte bringt Sie – hoppla! – ins Jahr 2030. Dieses aussergewöhnliche futuristische Stelldichein vereint einmal im Monat eine intime Runde von vorausschauenden Bürgern sowie prominenten Vor- und Nachdenkerinnen. Unsere Weihnachtsedition stellt ganz grundsätzliche Fragen: Wir bitten Martin Steiger (Anwalt für Recht im digitalen Raum) zu Tisch und schauen mit ihm zurück auf wichtige Weggabelungen und Weichenstellungen der 2010er- und 2020er-Jahre. Ob Roboter-Rechtsanwältinnen, Privatsphäre und Datenschutz oder digital schnüffelnde Geheimdienste – aufgetischt werden auch bei diesem Znacht der Zukünfte viel Food for Thought sowie ein feines 3-Gang-Menü aus Karls Küche. 

Di 20. Dezember 20.00 Erkerzimmer

Pop-Quartett

«Last Christmas…» – wetten, Du hast den Satz mit «…I gave you my heart» vervollständigt? Jedes Jahr beginnt in der Adventszeit ein Spiessrutenlaufen für die Ohren: Wer kann den schlimmsten Weihnachts-Songs am längsten entgehen? Meist erwischen einen Wham! und Co. dann doch: im Supermarkt an der Kasse. Was aber genau macht den Horror bestimmter Lieder zum Fest der Liebe aus? Und warum können wir uns auf andere Evergreens problemlos einigen? Wir wollen den ganzen Bogen an popmusikalischer Weihnachts-Musik von Perry Como über die Pogues bis hin zu Sufjan Stevens erforschen – mit dir, also bring dein liebstes oder meistgehasstes Weihnachtslied mit: Wir spielen es. Sogar «Frohes Fest». 

Januar 2017

Di 10. Januar Fr 27. Januar Grossmünsterplatz

Winterreden 2017

Karls Erkerfenster ist wie gemacht für grosse Reden.
12 Persönlichkeiten richten im Januar ihr Wort an das Publikum auf dem Grossmünsterplatz. Wir freuen uns auf Ausschweifungen und Ausbrüche, Temperament, Tacheles und Tabula Rasa mit der Welt.

Um 18 Uhr, wenn die Grossmünsterglocken verklungen sind, ist in der Zürcher Altstadt drei Wochen lang Zeit für grosse Gesten und kleine Zeichen.

Das Restaurant Karl begleitet die Winterreden kulinarisch. Zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation bietet die Küche ein Zwingli-Reformations-Special an. Unsere Köche bereiten saftige Kalbsfleischvögel und eine wärmende Zwingli-Suppe nach alter Rezeptur zu. Passend zu den kalten Wintertagen wird immer ein grosser Pot mit hausgemachtem Glühwein bereitstehen.

Zum Abschluss der Winterreden findet am 28. Januar, dem Todestag von Karl dem Grossen, eine Metzgete statt. 

Mi 11. Januar 18.00 Grossmünsterplatz

2. Winterrede 2017: Benjamin Fischer

Winterrede von Benjamin Fischer, Präsident Junge SVP

Darüber müssen wir reden: «Woher kommen die Informationen, die den demokratischen Entscheiden zu Grunde liegen? Was geschieht, wenn sich jeder Mensch seine eigene Realität zu zimmern beginnt, plötzlich jedes Individuum in seiner eigenen Informationsblase lebt und diese als Entscheidungsgrundlage definiert? Was heisst postfaktisches Zeitalter und was ist, wenn diejenigen, die das anprangern, selber fleissige Realitätsarchitekten und Blasenbildner sind?»

Das möchte ich verschweigen: «Manchmal kommt es vor, dass ich meine eigene Überzeugung, und sei sie noch so rational begründet, zur Objektivität erkläre. Und obwohl ich das für falsch halte, passiert es mir. Vielleicht sogar recht häufig.»

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Di 17. Januar 18.00 Grossmünsterplatz

5. Winterrede 2017: Katja Gentinetta

Winterrede von Katja Gentinetta, Politikphilosophin

Darüber müssen wir reden: «Die Demokratie ist ein hohes Gut. Sie setzt informierte Bürgerinnen und Bürger voraus. Mit der Freiheit, die Politik mitzubestimmen, geht also auch eine hohe Verantwortung einher. Dessen müssen wir uns stets bewusst sein.»

Das möchte ich verschweigen: «Dass wir allen Grund zur Sorge haben – aber auch zur Zuversicht.»

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Mi 18. Januar 18.00 Grossmünsterplatz

6. Winterrede 2017: Fabienne Hoelzel

Winterrede von Fabienne Hoelzel, Städtebauforscherin

Darüber müssen wir reden: «Gute Stadtpolitik, Kosmopolitismus, Menschenrechte, Frauenrechte, Werte, Verantwortung und vieles mehr, was unser Zusammenleben und unseren Umgang miteinander bestimmt.»

Das möchte ich verschweigen: «Da fällt mir jetzt so spontan nichts ein (ausser sehr private Dinge, die nicht von allgemeinem Interesse sind), denn das Gespräch ist der Anfang und Voraussetzung jeglicher Form des Zusammenlebens.»

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Do 19. Januar 18.00 Grossmünsterplatz

7. Winterrede 2017: Franziska Schutzbach

Winterrede von Franziska Schutzbach, Genderforscherin und Bloggerin

Darüber müssen wir reden: «Wenn wahr ist, woran Simone Weil unermüdlich erinnerte: dass sich die Macht der Herrschenden ohne das innere Einverständnis der Beherrschten auch nicht einen Moment halten kann, ist die Arbeit aus der Perspektive der Unterworfenen die Betonung ihrer Unterschiedlichkeit.»

Das möchte ich verschweigen: «Dazu fällt mir nichts ein.»

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Do 26. Januar 18.00 Grossmünsterplatz

11. Winterrede 2017: Tamara Funiciello

Winterrede von Tamara Funiciello, Präsidentin JUSO

Darüber müssen wir reden: «Überwindung des Kapitalismus und gerechte, nachhaltige Alternativen; alte und neue Utopien und deren Notwendigkeit; Nationalismus und andere moderne Krankheiten; Feminismus und Patriarchat; Machtstrukturen und deren Folgen und sonst noch ein paar Kleinigkeiten.»

Das möchte ich verschweigen: «Ich schweige nie. Nie.»

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