Installation von Jonathan Jäggi und Tobias Kubli in Kooperation mit Hochparterre
Warum brauchen wir Orte, die niemandem allein gehören? Wie regeln wir Raum, wenn viele mitbestimmen? Wer trägt Verantwortung für einen Raum, der allen gehört? Von April bis November 2026 begegnen Besucher*innen im Debattierhaus grosse Freiflächen mit Hunden, Jogger*innen, Velofahrer*innen zwischen Autobahn und Fluss. Szenen, die dazu einladen, über kollektiv genutzte Räume nachzudenken.
Die Video- und Textinstallation «ALLMEND» nimmt die Zürcher Allmend Brunau als Ausgangspunkt, um verschiedene Aspekte von sozialem Raum und gemeinschaftlichem Zusammenleben zu beleuchten und zu reflektieren. Eine Reihe von Projektionen zeigen Menschen und Tiere, die diesen Ort für kurze Zeit gemeinsam bewohnen und ihn gemeinsam formen. Ein Gefüge, in dem sich Natur, Stadt und Lebewesen begegnen. Die begleitenden Ausstellungstexte stellen Fragen nach Wert, Nutzung und Verantwortung im Kontext gemeinschaftlicher Räume und verbinden sozialräumliche Beobachtungen mit Gedanken aus der Forschung.
Die Installation im Foyer und Treppenhaus des Debattierhauses erinnert daran, dass offene Räume wie die Allmend Brunau zunehmend unter Druck geraten – indem sie verplant, überreguliert oder bebaut werden –, und dass solche Orte stets auch Möglichkeitsräume sind für alltägliche Versuche, Gemeinschaft neu zu denken und zu leben.
«ALLMEND» basiert auf dem Spielfilm «ALLMEND», einem visuellen Essay über Vereinzelung und Gemeinschaft. Die Ausstellung begleitet unseren Jahresfokus RAUM und wurde in Kooperation mit dem Hochparterre, Jonathan Jäggi und Tobias Kubli kuratiert und umgesetzt.
Sämtliche Installationen sind von Montag bis Samstag von 8 bis 22 Uhr frei zugänglich.